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Basiswissen

Fonds sind nicht kompliziert, aber einiges sollte man wissen - wie sie funktionieren, welche Fondstypen es gibt, wo die Risiken liegen und anderes mehr. Hier finden Sie verständliche, klare Antworten.


Was ist besser, ein aktiv oder ein passiv gemanagter Fonds?

Wie so vieles, lässt sich auch diese klare Frage nicht eindeutig beantworten. Zunächst einmal zur Definition der beiden Investmentstile:

Bei passiv gemanagten Fonds (meist Aktienfonds) konzentriert sich der Anbieter darauf, die Entwicklung des Fondsvermögens möglichst exakt an die vorgegebene Benchmark, bei der es sich in der Regel um einen Index handelt, zu koppeln. Je besser dies gelingt, desto geringer fällt der so genannte Tracking Error aus.

Anlageentscheidungen werden bei passiv gemanagten Fonds im Wesentlichen durch Veränderungen der Benchmark bestimmt. Hohe Kosten für Markt- und Wertpapierresearch können somit vermieden werden, häufige Umschichtungen unterbleiben. Verwaltungsgebühren und Transaktionskosten betragen bei ihnen deshalb oft nur ein Viertel der Kosten, die für ihre aktiv verwalteten Pendants aufgewendet werden müssen. Positiv zu bewerten ist zudem die hohe Transparenz passiv gemanagter Anlagevermögen.

Bei aktiv gemanagten Investmentfonds versucht der Manager dagegen den Vergleichsindex durch eine gezielte Titelauswahl, die leichte Variation der Werte gegenüber der Benchmark oder unter Verwendung komplexer Computermodelle zu schlagen. Gerade in sehr effizienten Märkten, wie beispielsweise bei deutschen oder europäischen Standardwerten, mit deren Bewertung sich tagtäglich hunderte von Analysten beschäftigen, klappt dies allerdings nur selten. So kommen empirische Untersuchungen regelmäßig zu dem Ergebnis, dass es über 80 % der aktiv gemanagten Fonds eben gerade nicht gelingt, ihren Vergleichsindex zu schlagen. Diese Märkte können also getrost über indexorientierte Produkte abgedeckt werden.

Anders stellt sich die Situation dagegen in Spezialsegmenten, wie beispielsweise bei Small Caps, Übernahmekandidaten oder Turnaroundwerten dar. Sie sind von der empirischen Kapitalmarktforschung noch relativ unberührt und deshalb sehr viel ineffizienter. Aufwendiges Research kann sich in diesen Bereichen deshalb durchaus lohnen und zu einer markanten Überrendite führen. Da Privatanleger dazu meist weder Zeit und Lust haben, noch über das nötige Know-how verfügen, sollte in Spezialsegmenten sowie in Randbereichen der Aktien- und Rentenanlage unbedingt auf aktives Fondsmanagement gesetzt werden, da nur auf diese Weise die vorhandenen Ineffizienzen zur Outperformance des Marktes genutzt werden können.

 

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